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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 12,48 € |
12,58 € |
-0,10 € |
-0,79 % |
20.04/09:23 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000KC01000 |
KC0100 |
- € |
- € |
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Klöckner & Co Händler Kleinlaut oder Vorreiter der Anpassung 16.09.2011
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, bestätigt sein Anlageurteil "kaufen" für die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100).
Das Schlimmste sei überstanden, sowohl hinsichtlich eines einzigen Desasters von Kursverlauf als auch der operativen Unternehmensentwicklung. Diese Einschätzung leite sich aus der Ursacheninterpretation des durchlebten Absturzes ab; hinzu speise sich Zuversicht aus der aktuellen Entwicklung der Stahlpreise, einer Gegenbewegung zur Abwärtsspirale. Man gehe davon aus, dass die Kundenlager den Tiefpunkt durchschritten hätten und sich das Volumen der bei Klöckner & Co abgerufenen Produkte somit inzwischen wieder erholt habe.
Der Einbruch der Aktiennotierung bereits zu Ende Juli habe die dann folgenden Nachrichten von einer deutlichen Verfehlung der Q2-Erwartungen und einer Abbremsung bei den Gesamtjahresambitionen vorweggenommen. Aus der Entwicklung der Stahlpreise sei dies zunächst nicht abzuleiten, nicht zu erahnen gewesen. Die europäischen Stahlpreise hätten im Quartalsdurchschnitt (Q2) gut 2% unterhalb des Niveaus des vorangegangenen Q1 gelegen. Selbst in der über das Quartalsende hinausreichenden Monatsbetrachtung sei festzustellen, dass die Stahlpreise im August gerade einmal 10% gegenüber März/April abgegeben hätten.
Für Nordamerika falle der Vergleich von Q1 zu Q2 noch günstiger, für die Gegenüberstellung der Preisdaten August gegen März/April dann allerdings kritischer aus. Bereinigt um Bestandsabwertungen von 15,3 Mio. sowie eine Rückstellungsauflösung von 5,6 Mio. EUR habe Klöckner & Co ein operatives Ergebnis bei 72 Mio. EUR (berichtetes EBITDA: 62 Mio. EUR) erreicht und klar die Konsenserwartung von 88 Mio. EUR verfehlt.
Und doch: Selten nur sei Klöckner & Co in der Unternehmenshistorie erfolgreicher gewesen. Ein Käuferstreik ab Anfang Juni, also just als die Kapitalerhöhung mit der Vereinnahmung von 517 Mio. EUR abgeschlossen gewesen sei, habe im Klöckner & Co-Management anscheinend alle Alarmglocken schrillen lassen - auch aus der Erfahrung von 2008/09 heraus. In Erwartung weiter fallender Stahlpreise hätten die Abnehmer von Klöckner & Co zunächst ihre eigenen Vorräte reduziert. Der Kontrast zwischen dem zuvor gezeichneten und kommunizierten Bild, das den Realitäten der Monate April und Mai noch voll entsprochen habe, und dem drohenden Ergebnisszenario im Falle einer Rezession habe kaum schärfer ausfallen können.
Selbst in den zurückliegenden Perioden, als eine Erfolgsmeldung sich an die andere gereiht habe, habe es gegenüber der Klöckner & Co-Aktie einige Skeptiker mit grundsätzlichen Bedenken gegeben: Ein Händler sei den Anwandlungen des Marktgeschehens ohne Puffer ausgesetzt. Tatsächlich verfüge das Management über kein Auftragsbuch (mit Ausnahme der Service-Center BSS und Macsteel USA), sondern lebe weitgehend vom Tagesgeschäft. Es gebe kaum "Information lead time". Dieses Negativ-Argument bleibe bis auf weiteres; die Strategie sehe immerhin einen allmählichen Abbau dieser Anfälligkeit vor.
Die Analysten hätten den Krisen-Modus, den das Management ab August kommuniziert habe, zunächst als übertrieben empfunden. Im Nachgang müssten sie feststellen, dass sie sich im Hinblick auf die Finanzmarktentwicklung zu wenig von der Skepsis hätten anstecken lassen. Ihre nunmehr wieder erstarkende Zuversicht lasse sie aber an einer positiven Einschätzung festhalten. Makrodaten, u.a. robuste Industriedaten aus den USA, sowie die aktuelle Richtung der Stahlpreise würden sie ein operatives Ergebnis bei 60 Mio. EUR für Q3 und bei 300 Mio. EUR für das Gesamtgeschäftsjahr erwarten lassen (EBITDA-Jahresprognose im Mai: 414 Mio. EUR). Damit lägen sie innerhalb des von Klöckner & Co kommunizierten Rahmens. Man gehe für Klöckner & Co von einer nur kurzen Episode der Schwäche und Unsicherheit aus und formuliere das Kursziel für die Aktie bei 20 EUR (bisher: 24 EUR).
Das "kaufen"-Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die Aktie von Klöckner & Co wird bestätigt. (Analyse vom 16.09.2011) (16.09.2011/ac/a/d)
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